Wettbewerb Radeberger Straße Düsseldorf
2. Platz im Investorenauswahlverfahren
Städtebauliches Konzept
Der Entwurf folgt den Vorgaben des Bebauungsplans und interpretiert diese als offenes, mäandrierendes Quartier. Gezielte Öffnungen ermöglichen Durchwegung und Durchlüftung. Zur Radeberger Straße entsteht eine urbane Kante, die sich zur Grün- und Auenlandschaft hin zunehmend auflöst.
Nutzung & soziale Durchmischung
Geplant ist ein reines Wohnquartier mit ausgewogenem Wohnungsmix:
50 % geförderter, 25 % preisgedämpfter und 25 % frei finanzierter Mietwohnraum.
Drei „soziale Anker“ stärken die Quartiersgemeinschaft:
STUDY – Azubi- und Studentenwohnen mit Gemeinschaftsflächen
Jung & Alt – generationenübergreifendes Wohnen im Quartierszentrum
EINS. – inklusive Wohnformen für Menschen mit besonderen Bedürfnissen
Architektur & Fassaden
Eine durchgängige Architektursprache verbindet urbane Putzfassaden im Norden mit Holzfassaden und Begrünung im Süden. So entsteht ein klarer Übergang von Stadt zu Landschaft. Die Punkthäuser im WR1 sind über einen Laubengang verbunden, der als kommunikativer Treffpunkt dient.
Freiraum & Landschaft
Der Freiraum bildet das Herz des Quartiers: Ein neu angelegter Wald mit rund 2.200 m² fungiert als grüne Lunge, fördert Biodiversität, Klimaresilienz und Regenwasserrückhalt. Plätze, Spiel- und Sportflächen sowie Obst- und Nussgärten schaffen vielfältige Aufenthaltsqualitäten. Das Quartier ist weitgehend unversiegelt.
Klima, Energie & Mobilität
Durch Grünachsen und Baukörperöffnungen wird eine natürliche Durchlüftung sichergestellt. Alle Dächer sind intensiv begrünt und mit Photovoltaik kombiniert. Die Energieversorgung erfolgt vollständig regenerativ über ein quartiersweites Wärmepumpensystem.
Der ruhende Verkehr wird vollständig in einer zentralen Tiefgarage organisiert – das Quartier ist autofrei, ergänzt durch Car-Sharing, E-Mobilität und großzügige Fahrradangebote.
Schwammstadt & Starkregenvorsorge
Retentionsmulden, Waldflächen und geringe Versiegelung machen das Quartier hochgradig klimaresilient. Auch extreme Starkregenereignisse können schadlos aufgenommen werden.
